Hand in Hand für´s Ehrenamt!
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Immer mehr anerkannte Flüchtlinge in Dörpen

Pressemitteilung aus der Emszeitung vom 23. Juni 2017


Das Schönste an diesem Text ist, was Sie daraus machen!

 

 

Die Zahl der Asylsuchenden ist gesunken

Die Zahl der anerkannten Flüchtlinge ist in der Samtgemeinde Dörpen seit Februar 2016 von fünf auf 125 im Mai 2017 gestiegen. Die Zahl der Asylsuchenden ist damit entsprechend gesunken. Konstant hält sich dagegen die ehrenamtliche Integrationsarbeit.

 

Die Samtgemeinde Dörpen hat derzeit 292 Flüchtlinge und fasst damit sowohl diejenigen zusammen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungesetz (AsylbLG) bekommen haben wie auch die Menschen, deren Status durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge inzwischen anerkannt worden ist. Diese Gruppe bekommt mit dem Zeitpunkt des positiven Bescheids Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, weitläufig bekannt als Hartz IV, sofern sie keine Arbeit findet. Im Februar 2016 lag diese Zahl bei insgesamt 253. Das Verhältnis der beiden Gruppen hat sich seitdem deutlich verschoben. Damals wurden noch 248 Menschen durch das AsylbLG finanziert, im Mai 2017 waren es 167. Diese Verschiebung wirkt sich auch auf die Zahl der Mitarbeiter auf den Bauhöfen der Samtgemeinde aus. Sie hat sich von 59 auf 20 reduziert.

 

In 2017 muss die Samtgemeinde 107 Menschen aufnehmen

„Die meisten sind in Dörpen untergebracht“, erläuterte Simone Wagner, Leiterin der Servicestelle Ehrenamt bei der Samtgemeinde Dörpen, in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie und Soziales. In der größten der Mitgliedsgemeinden stieg die Zahl der Flüchtlinge, anerkannt und nicht anerkannt, im genannten Zeitraum von 85 auf 124. In diesem Jahr, 2017, muss die Samtgemeinde Dörpen nach aktuellem Verteilungsschlüssel des Landkreises 107 weitere Menschen aufnehmen. 49 sind seit Jahresbeginn bereits eingetroffen. Im vergangenen Jahr lag das Kontingent bei 110, wie Ordnungsamtsleiter Gerd Klaas auf Nachfrage mitteilte. Vor mehr als einem Jahr kam der Großteil der Menschen aus Albanien, inzwischen stammen sehr viele aus dem Irak und die mit Abstand meisten aus Syrien.

 

Viele ehrenamtliche Angebote

Um die neuen Mitbürger zu integrieren, bestehen samtgemeindeweit mehrere, ehrenamtliche Angebote und Gruppen. Flüchtlingspaten etwa unterstützen die Menschen bei alltäglichen Dingen. Seit 2013 gibt es das Culty-In-Café im Heimathaus Dörpen als interkulturelle Anlaufstelle, wie Wagner weiter vorstellte. Dasselbe Ansinnen verfolgt auch das monatlich stattfindende Café Connect der Christus Kirche Dörpen, das „auch sehr gut läuft“. Es ist nun um einen wöchentlichen Frauentreff erweitert worden. Auch Inklusionssport für Kinder mit und ohne Behinderung wird wöchentlich angeboten, auch mithilfe von Flüchtlingen, die sich dort engagieren. „Durch Sport wird Integration leicht und locker“, so Wagner.

 

Fahrradreparaturen und Migrationsberatung

Die Kolpingfamilie Dörpen bietet Fahrradreparaturen an. „Wir brauchen weiterhin Fahrräder für Flüchtlinge.“ Wer eines abzugeben habe, könne sich an das Ordnungsamt wenden. Weiter exemplarisch nannte Wagner das Deutsche Rote Kreuz, das wöchentlich Migrationsberatung anbietet und außerdem als Anlaufstelle für Kleiderspenden und die geflüchteten Menschen fungiert. In einem runden Tisch mit Kirchengemeinden und weiteren Netzwerkpartnern der Samtgemeinde besprechen die Teilnehmer regelmäßig unter anderem die Situation der Flüchtlinge und entwickeln neue Projekte. Fraktionsübergreifend lobten die Ausschussmitglieder den Sprachkurs der Volkshochschule, der seit Kurzem angeboten wird. Der durch das Land geförderte Unterricht richtet sich an anerkannte und nicht anerkannte Asylsuchende aus allen Ländern. Dabei spiele auch der Sicherheitsstatus des Herkunftslandes keine Rolle. „Ich bin ganz stolz darauf, dass wir einen Kurs nach Dörpen bekommen haben“, sagte Wagner. Vorgesehen sind vier Kurse, die ursprünglich alle in Papenburg stattfinden sollten.

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